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Das Museum Barockschloss Delitzsch

Das Leben der Herzoginwitwen von Sachsen-Merseburg im 17. und 18. Jahrhundert und den Alltag der Bediensteten in dem Delitzscher Damenschloss darzustellen – diesen Aufgaben sieht sich unter anderen das Museum Barockschloss Delitzsch verpflichtet.

Selbstverständlich werden ebenfalls wichtige Informationen zur Schloss- und Stadtgeschichte vermittelt und für Sonderausstellungen politik- und kulturhistorische Themen aufgearbeitet.

Die Museumsmitarbeiter sehen sich den Standards des ICOM, des International Council of Museums, verpflichtet und betrachten deshalb Sammeln, Bewahren, Ausstellen und Forschen als ihre Hauptaufgaben.

Wenn Sie mehr wissen wollen, lesen Sie hier das Leitbild des Museums Barockschloss Delitzsch:

 

Leitbild des Museums Barockschloss Delitzsch

Das Museum der Stadt Delitzsch blickt auf eine lange Tradition zurück. Aus der Arbeit des 1899 gegründeten Museumsvereines entstand im Jahre 1900 das erste Museum, welches sich seit 1929 im Barockschloss befindet. Zwischen 1689 und 1696 ließ Herzog Christian I. von Sachsen-Merseburg die ehemalige mittelalterliche Wettinerburg zur fürstlichen Reiseresidenz und zum Witwensitz ausbauen. Das Delitzscher Schloss ist heute das einzige Baudenkmal des einstigen Herzogtums Sachsen-Merseburg auf dem Territorium des Freistaates Sachsens und damit ein Alleinstellungsmerkmal.

2008 konnte die über 20 Jahre währende umfassende Sanierung des Gebäudes abgeschlossen werden. Damit steht dem Museumsteam und den Besuchern ein baulich intaktes und modern ausgestattetes Gebäude zur Verfügung. Das Gebäude ist heute gleichzeitig Baudenkmal, Museum und kulturelles Zentrum der Stadt Delitzsch.

Das Museum im Barockschloss Delitzsch ist eine Kultureinrichtung in Trägerschaft der Großen Kreisstadt Delitzsch, die sich als eine öffentlich wissenschaftlich geführte Dienstleistungseinrichtung versteht. Unser Museumsteam bewahrt und nutzt ein bedeutendes Baudenkmal, welches der Stadt Delitzsch überregional als Werbeträger dient. Der Rahmen für das nachhaltige Bestehen und Wirken der musealen Einrichtung wird fachlich durch nationale und internationale Standards vorgegeben. Das Bestehen des Museums wird durch die Trägerschaft der Stadt Delitzsch und durch Mittel des Kulturraumes Leipziger Raum gewährleistet. Die Arbeit des Museumsteams wird ebenfalls durch die Sächsische Landestelle für Museumswesen in Chemnitz fachlich finanziell und durch Mitglieder des Delitzscher Heimat- und Museumsvereins e. V. unterstützt.

Durch die Nutzung als Museum ist ein Großteil des historischen Schlossgebäudes für jedermann zugänglich. Die Synthese von baulichem Ensemble sowie inhaltlicher Gestaltung der Schlossräume bilden das hauptsächliche kulturelle und touristische Alleinstellungsmerkmal des Museums.

Das Barockschloss stellt für die Bürger der Stadt Delitzsch und deren Gäste einen zentralen kulturellen Anlaufpunkt zur Information, Forschung, Bildung und Erholung dar.
Die Arbeitsgrundlage und der Rahmen für das nachhaltige Bestehen und Wirken der musealen Einrichtung wird durch die Internationalen Standards und Grundsätze des International Council of Museums (ICOM) vorgegeben. Das Museum Barockschloss Delitzsch versteht sich als Museum im Sinne der Definition der internationalen ICOM-Statuten und handelt gemäß dem ICOM-Verhaltenskodex für Museen: „Ein Museum ist eine gemeinnützige, ständige, der Öffentlichkeit zugängliche Einrichtung im Dienste der Gesellschaft und ihrer Entwicklung, die zu Studien-, Bildungs- und Unterhaltungszwecken materielle Zeugnisse von Menschen und ihrer Umwelt sammelt, bewahrt, erforscht, bekannt macht und ausstellt.“ Der Einhaltung dieser Grundsätze fühlt sich die Einrichtung verpflichtet. Für uns Mitarbeiter gelten daher die ethischen Prinzipien wie Wahrheit, Objektivität, Redlichkeit und wissenschaftliche Fundiertheit.

Die umfangreiche Sammlung des Museums bildet unseren größten Schatz. Deshalb gilt der Pflege der Exponate im Magazin und den Dauerausstellungen unsere größte Zuwendung. Die Sammlung umfasst unter anderem Objekte zur Kunst-, Kultur-, Sozial-, Wirtschafts- und Technikgeschichte vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart sowie der Archäologie und Naturwissenschaft. In die Restaurierung und Sicherung der uns anvertrauten musealen Gegenstände werden zielgerichtet finanzielle Mittel investiert. Gleichzeitig arbeiten wir an der sinnvollen Ergänzung des Bestandes und der Schärfung des Profils Museum Barockschloss Delitzsch.
Das Museumsteam inventarisiert Neuzugänge zur Sammlung zeitnah um die Sammlungsbestände so zu erschließen, dass sie zu Forschungszwecken zugänglich sind. Eine Fachbibliothek ergänzt den Fundus und dient der wissenschaftlichen und museumspädagogischen Arbeit. Für diese Arbeit nutzen wir die uns finanziell und sächlich anvertrauten Ressourcen verantwortungsvoll.

Die Dauerausstellung ist unser größter Anziehungspunkt. Das Museum bietet an sechs Wochentagen auf 900m² eine Dauerausstellung zur Burg- und Schlossgeschichte, Geschichte des Fürstentums Sachsen-Merseburg sowie zur Stadtgeschichte. Dabei bilden die herzoglichen Privaträume in der Beletage den Höhepunkt der musealen Ausstellung.

Mehrmals im Jahr zeigt das Museum Sonderausstellungen, die für die verschiedenen Themen der Regional-, Kultur-, Natur- oder Kunstgeschichte erarbeitet werden. Alle diese Wechselausstellungen werden von den wissenschaftlichen Mitarbeitern selbst konzipiert, gestaltet und präsentiert. Mit den mehrmals jährlich wechselnden Ausstellungen werden die Themen der ständigen Ausstellung abgerundet. Bewusst bearbeiten wir auch andere Themenbereiche, um dem Besucher den großen Sammlungsbestand des Museums präsentieren zu können. Während der Sonderausstellungen wird entsprechend unserer Möglichkeiten ein Begleitprogramm angeboten. Dazu gehören themenbezogene Führungen, Projekte oder öffentliche Vorträge.

Mit einer Vielzahl von museumspädagogischen Angeboten möchten wir besonders Kinder und Jugendliche erreichen. Detailliert können diese Angebote in der Broschüre „Erlebniswelt Museum - Museumspädagogische Angebote im Kulturraum Leipziger Raum“ (Borna, 2010) oder im Internet nachgelesen werden. Mit Kindergartenkindern führen wir verstärkt seit den letzten Jahren altersgerechte Projekte durch.

Wir begegnen den Besuchern des Museums wie unseren Partnern freundlich und aufgeschlossen. Das Museum ist ein Ort der Begegnung und der Kommunikation. Mit den erarbeiteten Museumsangeboten sprechen wir Menschen mit unterschiedlichen Interessen an. Ihre Anregungen und Ideen werden ausgewertet und dankbar angenommen.

Eine kooperative Zusammenarbeit besteht mit Museen in ganz Deutschland, besonders intensiv mit Partnern aus Mitteldeutschland und der näheren Umgebung. Ebenfalls pflegen wir die Zusammenarbeit und den Kontakt zu privaten Leihgebern und mit mehreren Regionalverbänden.

Wissenschaftliche Anfragen und Auskünfte erteilen wir zeitnah. Schülern, Studenten und Praktikanten erhalten Unterstützung bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit. Die Museumsmitarbeiter stehen auf Anfrage als Referenten oder Autoren für wissenschaftliche Beiträge zur Verfügung. Insbesondere werden seit vielen Jahren Ortschronisten bei der Erarbeitung von Ortschroniken oder Artikeln für die Tagespresse, den Heimatkalender bzw. dem Delitzscher Jahrbuch für Geschichte und Landeskunde unterstützt.

Zur Öffentlichkeitsarbeit des Museums gehören neben der Organisation einer Vielzahl von öffentlichen Veranstaltungen auch die gängigen PR-Instrumente.
In Zusammenarbeit mit dem Referat Öffentlichkeitsarbeit und der Tourist-Information hat das Barockschloss und das Museum in den letzten Jahren seine Außendarstellung verbessert und seinen Bekanntheitsgrad gesteigert.

Mit unserer Arbeit wirken wir identitätsstiftend auf die Einwohner der Stadt und der näheren Umgebung und stärken positiv das Image der Stadt Delitzsch.

Delitzsch, 30. November 2011

Der Stadtrat der Stadt Delitzsch hat das Leitbild am 26. Januar 2012 beschlossen.



 

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