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Neue Sonderausstellung öffnet am 10. Februar

"Stuhlbesessen. Geschichte - Funktion - Design"


Etwas aussitzen, Sitzfleisch haben, am Stuhl sägen – das Delitzscher Barockschloss rückt den Stuhl ins Rampenlicht und präsentiert in der neuen Sonderausstellung u. a. die Sammlung von Herrn Dr. Andreas Mahlfeld - ein Chirurg und leidenschaftlicher Sammler von rund 400 Stühlen aller Art.

Heutzutage ist das Sitzen für jedermann eine Selbstverständlichkeit. Schon beim Betreten eines fremden Raumes hält man unwillkürlich Ausschau nach einem günstigen Sitzplatz. Im Sitzen kann sich der Mensch ausruhen, essen, spezielle Arbeiten verrichten, kommunizieren oder seinen Gedanken nachgehen.
Doch die Kultivierung des Sitzens beginnt erst in der Jungsteinzeit als der umherziehende Nomade durch klimatische Veränderungen bedingt, sesshaft und häuslich wird. Im Christentum ist das Sitzen zunächst nur der hohen Geistlichkeit vorbehalten, während die Gemeinde und Mönche meist stehend den Gottesdiensten beiwohnen. Im 10.Jh. wird das Chorgestühl erfunden. Die Mechanik, ein Klappsitz ist uns allen aus Kinobesuchen bestens vertraut. Erst die Reformation bringt  Kirchenbestuhlung für die ganze Gemeinde. Auch kennt das Mittelalter noch keine Stühle im bürgerlichen Wohnraum. Die Menschen kauern auf niedrigen Schemeln oder sitzen auf Bänken. Mit wachsendem Reichtum des Bürgertums ab Mitte des 15.Jh. erobert der Stuhl als alltäglicher Gebrauchsgegenstand die Bürgerhäuser und der Mensch entwickelt sich allmählich zum "Dauersitzer".

Vom 10. Februar bis 29. April 2018!

Begleitprogramm: 25. März und 15. April 2018, um 14 Uhr, Führung durch die Sonderausstellung.

 

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